Mittwoch, 16. Mai 2012
Blogging November - 198
novemberregen, 22:28h
Frau N., genervt ins Telefon: "Ja??!"
Parkettmeister: Hier ist der Parkettmeister. Sind Sie Frau N.?
Frau N: Ja!
Parkettmeister: Die Frau von Herrn N.?
Frau N: Ja!
Parkettmeister: Der ist nicht da?!
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Kann ich mit Ihnen über das Parkett reden?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Also, ich war ja gestern mit dem Hausverwalter in Ihrer Wohnung. Das scheint alles trocken zu sein.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Das ist ja Altbau. Sie haben da so Sauerkrautdecken...
Frau N: Ja?
Parkettmeister: Vielleicht auch einfach eine Riegips-Platte mit was man so hatte. Jedenfalls ist es trocken, manchmal braucht so ein Altbau ja auch etwas Waser, haha, bzw. es ist doch sowieso alles beim Nachbarn drunter rausgelaufen, nicht?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Es gibt bei der Instandsetzung zwei Möglichkeiten. Die einfachste ist, dass wir die Nutzschicht von den zwei beschädigten Brettern abtragen und eine neue Nutzschicht aufbringen. Dann müssen wir den Verbund nicht beschädigen.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Alternativ können wir auch komplett austauschen, aber dann müssen wir die Küche ganz rausnehmen, das möchten sie vermutlich nicht.
Frau N: Ja!
Parkettmeister: Wenn wir die Nutzschicht tauschen sieht man das auch nicht - Voraussetzung ist, dass darunter wirklich alles gut getrocknet und nicht zu sehr aufgewellt ist, aber danach sieht es ja aus.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Da ist an einigen Stellen ein bisschen Spiel im Boden, aber das war vor dem Wasserschaden schon, oder?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Haben Sie das selbst verlegt?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Haben Sie zufällig noch ein paar Restbretter im Keller, von denen wir die Nutzschicht verwenden könnten?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Na, das ist ja alles wunderbar.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Gut. Also. Dann machen wir das so...
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Ähm - verstehen Sie eigentlich, was ich sage?!
Frau N: Ja!!!
Ts. Weiß gar nicht, was der hat. Ich habe doch eindeutige Antworten gegeben!
Heute vor zig Jahren:
Nichts besonderes.
Parkettmeister: Hier ist der Parkettmeister. Sind Sie Frau N.?
Frau N: Ja!
Parkettmeister: Die Frau von Herrn N.?
Frau N: Ja!
Parkettmeister: Der ist nicht da?!
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Kann ich mit Ihnen über das Parkett reden?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Also, ich war ja gestern mit dem Hausverwalter in Ihrer Wohnung. Das scheint alles trocken zu sein.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Das ist ja Altbau. Sie haben da so Sauerkrautdecken...
Frau N: Ja?
Parkettmeister: Vielleicht auch einfach eine Riegips-Platte mit was man so hatte. Jedenfalls ist es trocken, manchmal braucht so ein Altbau ja auch etwas Waser, haha, bzw. es ist doch sowieso alles beim Nachbarn drunter rausgelaufen, nicht?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Es gibt bei der Instandsetzung zwei Möglichkeiten. Die einfachste ist, dass wir die Nutzschicht von den zwei beschädigten Brettern abtragen und eine neue Nutzschicht aufbringen. Dann müssen wir den Verbund nicht beschädigen.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Alternativ können wir auch komplett austauschen, aber dann müssen wir die Küche ganz rausnehmen, das möchten sie vermutlich nicht.
Frau N: Ja!
Parkettmeister: Wenn wir die Nutzschicht tauschen sieht man das auch nicht - Voraussetzung ist, dass darunter wirklich alles gut getrocknet und nicht zu sehr aufgewellt ist, aber danach sieht es ja aus.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Da ist an einigen Stellen ein bisschen Spiel im Boden, aber das war vor dem Wasserschaden schon, oder?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Haben Sie das selbst verlegt?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Haben Sie zufällig noch ein paar Restbretter im Keller, von denen wir die Nutzschicht verwenden könnten?
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Na, das ist ja alles wunderbar.
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Gut. Also. Dann machen wir das so...
Frau N: Ja.
Parkettmeister: Ähm - verstehen Sie eigentlich, was ich sage?!
Frau N: Ja!!!
Ts. Weiß gar nicht, was der hat. Ich habe doch eindeutige Antworten gegeben!
Heute vor zig Jahren:
Nichts besonderes.
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Dienstag, 15. Mai 2012
Blogging November - 197
novemberregen, 22:09h
Im Inneren der Bankentürmen läuft übrigens OccupyFrankfurt beispielhaft so ab, dass auf der Geschäftsführungsebene eine mehrseitiger Brief der Hausverwaltung eintrifft, der in aufgeregtem Tonfall von Gesprächen mit Polizei, Ordnungsamt und allen, die ihnen noch so einfallen, berichtet und sagt, man solle nicht zur Arbeit kommen oder sich jedenfalls anders kleiden, die Kantine bliebe aber geschlossen, man solle weder per Fahrrad noch per Auto kommen und am besten solle man auch (entgegen sonstiger Gewohnheit?) keine beweglichen Gegenstände auf der Straße platzieren, da diese und auch Personen „akquiriert“ werden könnten, was immer das heißen mag.
Es ist ein klassischer Save-my-Ass-Brief, der aber nur noch wenig Handlungsspielraum lässt, denn sich dann als Arbeitgeber hinstellen und sagen „Panikmache – die spinnen doch alle“, das geht nicht, das Risiko ist zu groß dass ein Angestellter über ein fallengelassenes Transparent stolpert und sich den Fuß verknackst und dann muss man lange prozessieren. Sowieso halte ich es hauptsächlich für fraglich, ob man an der Polizei vorbekommt, die ja einen Schutzring um die Türme ziehen wollen. Und mit der Bahn anreisen kann man ja auch nicht, die Bahn sperrt die gängigen Bahnhöfe. He, Moment, Bahn und Polizei besetzen Frankfurt? Man kann sich nur wundern.
Nun ist es logistisch natürlich viel einfacher, ein Büro mit Vorlauf zu schließen als zu schauen, wer durchkommt - an einem Brückentag ist die Besetzung sowieso sehr dünn - und dann festzustellen, dass es für den Basisbetrieb einfach nicht reicht. Die Bänker-im-weiteren-Sinne haben alle ein Homeoffice, Telefon und Datenzeugs kann über eine Zweigstelle laufen und wenn irgendwas tatsächlich physisch auszutauschen ist, schickt man ein paar Kuriere nicht quer durch die Stadt aber außen drumherum. Und sogar das Mutterhaus reibt sich die Hände, wollen sie doch schon immer einen Notfallplan von uns haben und seit 10 Jahren lassen die Technikerin und ich diese Idee aufgrund von subjektiv wahrgenommener Sinnlosigkeit immer wieder unbemerkt aus dem Fokus rutschen. Die Vogelgrippe haben wir auf diese Weise überstanden, die U-Bahn-Anschläge in London, die Schweinegrippe, das Erdbeben in Japan - und ein paar Demonstranten brechen uns nun das Genick und wir müssen eine dicke rote Mappe anlegen, das ist tatsächlich etwas frustrierend. Wenn man das nicht noch irgendwie abwenden kann - heute jedenfalls wurden nur zwischen Plätzchenteig und Marmorkuchen ein paar gelbe Zettel bekritzelt - dann möchte ich gegen den zusätzlichen freien Tag natürlich nichts sagen.
Ich hoffe nur, dass die Bänker das überhaupt mitbekommen. Da oben hört und sieht man die Details auch so schlecht - heute morgen habe ich tatsächlich schon einen Autocorso von Ver.di für Occupy gehalten. Wenn unten was los ist denken die vermutlich, es wäre schon EM...
Heute vor zig Jahren:
Wir kommen ziemlich spät aus dem Dorf zurück und gratulieren dann der Anja zum Geburtstag. Dann fahren wir in die Stadt und sehen vor uns einen Extrem-Skin mit getarnter Hose und allem drum und dran, der dem Ah ziemlich ähnlich sieht. Wir sind ziemlich fertig – ich meine, Glatze an sich ist genug. Dann doch nicht noch sowas. Wir gehen trotzdem zur Tanke und dann zum Denkmal, wo wir nachdenken.
Es ist ein klassischer Save-my-Ass-Brief, der aber nur noch wenig Handlungsspielraum lässt, denn sich dann als Arbeitgeber hinstellen und sagen „Panikmache – die spinnen doch alle“, das geht nicht, das Risiko ist zu groß dass ein Angestellter über ein fallengelassenes Transparent stolpert und sich den Fuß verknackst und dann muss man lange prozessieren. Sowieso halte ich es hauptsächlich für fraglich, ob man an der Polizei vorbekommt, die ja einen Schutzring um die Türme ziehen wollen. Und mit der Bahn anreisen kann man ja auch nicht, die Bahn sperrt die gängigen Bahnhöfe. He, Moment, Bahn und Polizei besetzen Frankfurt? Man kann sich nur wundern.
Nun ist es logistisch natürlich viel einfacher, ein Büro mit Vorlauf zu schließen als zu schauen, wer durchkommt - an einem Brückentag ist die Besetzung sowieso sehr dünn - und dann festzustellen, dass es für den Basisbetrieb einfach nicht reicht. Die Bänker-im-weiteren-Sinne haben alle ein Homeoffice, Telefon und Datenzeugs kann über eine Zweigstelle laufen und wenn irgendwas tatsächlich physisch auszutauschen ist, schickt man ein paar Kuriere nicht quer durch die Stadt aber außen drumherum. Und sogar das Mutterhaus reibt sich die Hände, wollen sie doch schon immer einen Notfallplan von uns haben und seit 10 Jahren lassen die Technikerin und ich diese Idee aufgrund von subjektiv wahrgenommener Sinnlosigkeit immer wieder unbemerkt aus dem Fokus rutschen. Die Vogelgrippe haben wir auf diese Weise überstanden, die U-Bahn-Anschläge in London, die Schweinegrippe, das Erdbeben in Japan - und ein paar Demonstranten brechen uns nun das Genick und wir müssen eine dicke rote Mappe anlegen, das ist tatsächlich etwas frustrierend. Wenn man das nicht noch irgendwie abwenden kann - heute jedenfalls wurden nur zwischen Plätzchenteig und Marmorkuchen ein paar gelbe Zettel bekritzelt - dann möchte ich gegen den zusätzlichen freien Tag natürlich nichts sagen.
Ich hoffe nur, dass die Bänker das überhaupt mitbekommen. Da oben hört und sieht man die Details auch so schlecht - heute morgen habe ich tatsächlich schon einen Autocorso von Ver.di für Occupy gehalten. Wenn unten was los ist denken die vermutlich, es wäre schon EM...
Heute vor zig Jahren:
Wir kommen ziemlich spät aus dem Dorf zurück und gratulieren dann der Anja zum Geburtstag. Dann fahren wir in die Stadt und sehen vor uns einen Extrem-Skin mit getarnter Hose und allem drum und dran, der dem Ah ziemlich ähnlich sieht. Wir sind ziemlich fertig – ich meine, Glatze an sich ist genug. Dann doch nicht noch sowas. Wir gehen trotzdem zur Tanke und dann zum Denkmal, wo wir nachdenken.
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Montag, 14. Mai 2012
Blogging November - 196
novemberregen, 22:12h
Der Weg zur Arbeit mit dem Fahrrad ist nach wie vor schöner als der Weg zur Arbeit mit der Bahn. Gerade im Frühjahr/Frühsommer, da gibt es Entenküken zu sehen statt leichtbekleideter Rentnergruppen. Letztere scheinen immer erst im Hochsommer auf Tour zu gehen, das ist doch eigentlich schlecht überlegt. An dieser Stelle fällt mir sogar ein, dass die jährliche Radtour von Papa N. ebenfalls regelmäßig im Hochsommer stattfindet. Ich gehe aber davon aus, dass er sich angemessen zu kleiden weiß.
Später saß ich dann noch 1,5 Stunden auf dem Schulhof, weil das Kind nicht runterkommen wollte und ich nicht raufgehen wollte. Um 17 Uhr schloss die Betreuung und das Kind wurde rausgeworfen. "Aussitzen" ist eins meiner liebsten Erziehungskonzepte, gerade wenn man dabei entspannt in der Sonne ein Buch lesen kann.
Heute vor zig Jahren:
Heute ist Muttertag. Wir gehen alle zusammen essen. Abends fahre ich mit Pe in das Dorf, in dem ihre Oma wohnt.
Später saß ich dann noch 1,5 Stunden auf dem Schulhof, weil das Kind nicht runterkommen wollte und ich nicht raufgehen wollte. Um 17 Uhr schloss die Betreuung und das Kind wurde rausgeworfen. "Aussitzen" ist eins meiner liebsten Erziehungskonzepte, gerade wenn man dabei entspannt in der Sonne ein Buch lesen kann.
Heute vor zig Jahren:
Heute ist Muttertag. Wir gehen alle zusammen essen. Abends fahre ich mit Pe in das Dorf, in dem ihre Oma wohnt.
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Sonntag, 13. Mai 2012
Blogging November - 195
novemberregen, 22:06h
Mitten im Wohnzimmer meiner Freundin wohnt nun eine Glucke mit ihren 5 eigenen Küken, einem fremden Küken und 2 (glaube ich, es war so ein Gewusel) Entenküken, alle heute 3 Tage alt. Wie es genau dazu kam war eine etwas verwirrende Geschichte, aber es macht unglaublich viel Spaß, die Entenküken in einem separaten wannenartigen Dings schwimmen zu lassen oder zuzuschauen, wie die Küken auf die Glucke hüpfen, um von ihrem Rücken fröhlich herunterrutschen und meist gleich wieder hochhüpfen. Nach einer Viertelstunde hatten sie aber genug gespielt und haben sich unter dem Gefieder der Glucke verkrochen. Hach. Niedlich!
Heute vor zig Jahren:
Wir treffen schon wieder Illy, diesmal läuft sie mit Hühnchen rum und mit noch einer anderen mit roten Haaren. Heute will sie Pe zusammenschlagen wegen der Sache mit dem Tagebuch von Pe2. Hinterher fahren wir wieder Einaufswagen und verstecken ihn gut irgendwo im Hofgarten.
Heute vor zig Jahren:
Wir treffen schon wieder Illy, diesmal läuft sie mit Hühnchen rum und mit noch einer anderen mit roten Haaren. Heute will sie Pe zusammenschlagen wegen der Sache mit dem Tagebuch von Pe2. Hinterher fahren wir wieder Einaufswagen und verstecken ihn gut irgendwo im Hofgarten.
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Samstag, 12. Mai 2012
Blogging November - 194
novemberregen, 22:47h
Papa und Mama N. feierten heute Goldene Hochzeit und wurden zu diesem Zweck unangekündigt von den Kindern in die Nachbarstadt entführt, um dort - Romantikalarm - ein graviertes Schloss an der Hohenzollernbrücke anzubringen. Um dies thematisch vorzubereiten, erhielten sie beim Hochzeitstagfrühstück eine Schachtel mit eben diesem Schloss.
Papa N: Guck mal, ein Vorhängeschloss. Sojet kann man ja immer gut gebrauchen!
Schwester N: Überleg mal, was wir damit wohl machen.
Mama N: Was, machen wir das an diese Brücke? Das ist ja toll!
Papa N: An eine Brücke?!
Mama N: Du weißt doch, diese Brücke in Köln.
Papa N: Das schöne Schloss an eine Brücke in Köln?! Dat daut mich awwer wieh!!
Schwester N: Wenn Dir Köln zu weit ist, können wir auch hier gucken, ich glaube, das gibt es hier auch...
Papa N: Das wär doch ein schönes Schloss für an die Kellertür!
Das lief also nicht ganz so wie geplant. Zum geplanten Ausflug kam es aber trotzdem. Und, eigentlich wenig verwunderlich: Wenn Einzelpersonen der Familie N. schon immer die merkwürdigsten Begegnungen auf der Straße haben, wird die gesammelte Sippe spontanes Opfer eines Fernsehteams. Während die mittlere Generation weitgehend im Hintergrund bleiben konnte, wurden die Großeltern vor die Kamera gezerrt und Mademoiselle präsentierte sich ganz von selbst so ausführlich wie möglich und durfte ihre kleinen Finger in verschiedenen Positionen auf dem Vorhängeschloss filmen lassen.
Heute vor zig Jahren:
Pe ist wieder da, wir holen uns Martini und fahren uns gegenseitig im Einkaufswagen umher. Später wollen wir uns mal das schöne Hotel am Park durchs Fenster genauer angucken und klettern da hoch und ich verliere das Gleichgewicht und knalle mit dem Gesicht gegen das Fenster und schlage mir die Lippe auf. Am Fenster ist voll der Blutfleck und alle Leute drinnen rennen hin und gucken raus und wir rennen weg. Wir gehen in die Spezialkneipe aber fliegen da raus weil ich alles mit Blut volltropfe, also gehen wir in den Park.
Papa N: Guck mal, ein Vorhängeschloss. Sojet kann man ja immer gut gebrauchen!
Schwester N: Überleg mal, was wir damit wohl machen.
Mama N: Was, machen wir das an diese Brücke? Das ist ja toll!
Papa N: An eine Brücke?!
Mama N: Du weißt doch, diese Brücke in Köln.
Papa N: Das schöne Schloss an eine Brücke in Köln?! Dat daut mich awwer wieh!!
Schwester N: Wenn Dir Köln zu weit ist, können wir auch hier gucken, ich glaube, das gibt es hier auch...
Papa N: Das wär doch ein schönes Schloss für an die Kellertür!
Das lief also nicht ganz so wie geplant. Zum geplanten Ausflug kam es aber trotzdem. Und, eigentlich wenig verwunderlich: Wenn Einzelpersonen der Familie N. schon immer die merkwürdigsten Begegnungen auf der Straße haben, wird die gesammelte Sippe spontanes Opfer eines Fernsehteams. Während die mittlere Generation weitgehend im Hintergrund bleiben konnte, wurden die Großeltern vor die Kamera gezerrt und Mademoiselle präsentierte sich ganz von selbst so ausführlich wie möglich und durfte ihre kleinen Finger in verschiedenen Positionen auf dem Vorhängeschloss filmen lassen.
Heute vor zig Jahren:
Pe ist wieder da, wir holen uns Martini und fahren uns gegenseitig im Einkaufswagen umher. Später wollen wir uns mal das schöne Hotel am Park durchs Fenster genauer angucken und klettern da hoch und ich verliere das Gleichgewicht und knalle mit dem Gesicht gegen das Fenster und schlage mir die Lippe auf. Am Fenster ist voll der Blutfleck und alle Leute drinnen rennen hin und gucken raus und wir rennen weg. Wir gehen in die Spezialkneipe aber fliegen da raus weil ich alles mit Blut volltropfe, also gehen wir in den Park.
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